Rezension: Geschmack – Gebrauchsanleitung für einen vernachlässigten Sinn

Verlag: Riemann Verlag
Autor: Bob Holmes
Titel: Geschmack – Gebrauchsanleitung für einen vernachlässigten Sinn
Geschmack
Inhalt:

Wussten Sie, dass der Geruch eines Lebensmittels die gustatorische Wahrnehmung stärker beeinflusst als dessen Aromen? Dass Mathematiker mit speziellen Formeln das perfekte Menü ausrechnen können? Oder dass es Geschmacks-Profiler für Äpfel gibt? Die Welt des Geschmacks, in Zeiten von Hybridfrüchten und globalen Einheitsgerichten oft sträflich vernachlässigt, ist hochkomplex und steckt voller Überraschungen.
Bob Holmes untersucht, wie im Gehirn bereits in der Kindheit Vorlieben für bestimmte Geschmäcke entstehen und warum Textur und Optik eine so wichtige Rolle spielen. Er reist zu Spitzenköchen auf der Suche nach spektakulären Geschmackskombinationen und zu Lebensmittelchemikern mit der Mission, den idealen Snack zu designen.
Eine spannende Reise in die Welt der Aromen für alle, die Gaumenfreuden zu schätzen wissen.

Ein Buch das absolut zum nachdenken anregt. Hier werden der Spagat zwischen einer wissenschaftlichen Abhandlung und einem Sachbuch geschafft und viele neue Denkansätze geboten. Bisher habe ich mir über die Komplexität des Themas Geschmack nie tiefer gehende Gedanken gemacht.  Jetzt aber habe ich neuen Erkenntnisse gesammelt und weiß das schmecken zum einen durch Genetik, der Beschaffenheit der Zunge aber auch mit dem Riechen zusammen hängt. Hält man sich die Nase zu schmeckt man trotzdem über die Zunge. Genetik wiederum gibt vor was uns besonders gut schmeckt und wogegen wir Abneigungen verspüren. Süß, sauer, salzig und bitter sind in unserer Sprache die benutzen Begrifflichkeiten für das Thema schmecken. Diese Beschreiben aber nicht immer den ganzen Umfang unserer Empfindung.

Ein Geschmack entsteht durch teilweise tausende einzelner Komponenten und hat viel mehr mit Chemie zu tun, als ich mir bisher vorstellen konnte. Diese Chemie kann und wird wiederum in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt.

Geschmack entsteht laut Holmes durch ein Zusammenspiel von Aromen, Geruch, dem bloßen Anblick und letztendlich auch einer „inneren“  Erwartung an den Geschmack.  Die Macht des Unterbewussten ist doch manchmal stärker als uns klar ist, wie Holmes mit vielen Beispielen ausführlich beschreibt.

Hier eine kleine Leseprobe.

4 von 5 Sternen

 

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