Urban Gardening 2016, Februar bis April

Am 1. Februar habe ich mit der Aussaat für mein diesjähriges „Urban Gardening“ Projekts begonnen. Bereits im letzten Jahr habe ich einige Erfahrungen gesammelt und gute Ernte eingefahren, Nun weiss ich, was gut und was eher mässig gelingt, weshalb ich mich vorwiegend auf Salat, Kräuter, Tomaten und Paprika bzw. Chili beschränkt habe. Im Laufe der Zeit kamen noch Erdbeeren, Kohlrabi, Spinat und Radiesschen dazu.

Ende März habe ich pikiert und die „Babies“ auf den Balkon umgesiedelt.

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Im April habe ich auf Facebook einen Aufruf entdeckt von einem wirklich lobenswerten Projekt: Fink e.V.

Die Finken stehen für Freundschaft, Interesse, Natur und Kultur. Sie eröffnen 2016 in Köln Vogelsang einen interkulturellen Gemeinschaftsgarten. Da sie nun aber schon hunderte von Jungpflanzen vor Fertigstellung ihres Gartens gespendet bekamen, haben sie diese zur „Adoption“ freigegeben. Nun habe ich die schönsten Salatköpfe, Kohlrabi und Kerbelpflanzen auf meinem Balkon wachsen 🙂

Hier ein paar Informationen zu den Finken und Ihrer wichtigen Arbeit, die es meiner Meinung nach, zu unterstützen gilt:

Interkultureller Gemeinschaftsgarten für Flüchtlinge und Kölner BürgerInnen

Auf Grund der hohen Zahlen an Flüchtlingen, die die Stadt Köln in letzter Zeit aufgenommen hat, wollen wir aktiv werden und dazu beitragen, dass sich Flüchtlinge in Köln gut integrieren können. Dazu möchten wir, F.I.N.K. e.V., einen interkulturellen Gemeinschaftsgarten ins Leben rufen.

F.I.N.K. e.V. hat sich im Januar 2016 gegründet und steht für Freundschaft, Interesse, Natur und Kultur. Der Verein beschäftigt sich u.a. mit Themen wie: Flucht und Migration, interkultureller Dialog, Integration, nachhaltige Stadtentwicklung, urbane Resilienz, soziale und ökologische Funktionen der urbanen Landwirtschaft und nachhaltige Ernährungssysteme. Im geplanten Gemeinschaftsgarten sollen diese Aspekte praktisch gefördert, besprochen und gelebt werden.

Gärtnern in der Stadt ist ein sehr vielschichtiges Unterfangen, das Themen wie Nachhaltigkeit, soziales Miteinander, handwerkliches Lernen und Betätigen, Naturbewusstsein, Lebensmittelversorgung und vieles mehr miteinander verbindet. Im Gegensatz zum Eigenanbau von Obst und Gemüse in Schrebergärten oder im eigenen Heim ist urbanes Gärtnern in der Regel soziales Gärtnern, es ist partizipativ und gemeinschaftsorientiert.

Daher ist das wichtigste Ziel des geplanten Gartenprojekts, Menschen zusammenzubringen. Flüchtlinge aus den Unterkünften in der Umgebung des Gartens können Alteingesessene oder andere Neu-Kölner auf neutralem Boden kennenlernen und gemeinsam könnten sie etwas Neues schaffen.

In diesem Projekt können wir ein strukturelles Angebot schaffen, bei dem Flüchtlinge schon in den ersten Wochen und Monaten nach der Ankunft in Köln aktiv mit gestalten und so direkt in Integrationsprozesse einsteigen. Anstatt im Wohnheim auf die nächsten Schritte des Asylverfahrens zu warten, können die Menschen erste Kontakte zu Einheimischen knüpfen, über das gemeinsame Gärtnern und Zusammensein erste Deutschkenntnisse erwerben und sich mit lokaler Lebensmittelversorgung im urbanen Raum beschäftigen.

Wir wollen ein Projekt schaffen, in dem allen Bürgern aus dem Veedel die Möglichkeit gegeben wird, gemeinschaftlich zu gärtnern, zu gestalten und Vieles neu zu denken. Viele Flüchtlinge sind isoliert und häufig vom sozialen Miteinander im Veedel ausgeschlossen. Dadurch dass sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen dürfen, sind ihre monetären Mittel sehr beschränkt und kostenlose Freizeitbeschäftigungen sind rar gesät.

Im Gemeinschaftsgarten sollen Fragen nach einem zukunftsfähigen Stadtleben oder aber der Auseinandersetzung mit Flucht, Fluchtursachen und Zusammenhänge in der globalisierten Welt thematisiert und diskutiert werden. Das Projekt bietet Raum, über Erlebtes zu sprechen und Fragen zu stellen. Gegenseitiges Kennenlernen und gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebensumstände sollen gefördert werden.

 

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